Ich erkenne häufig sehr schnell einen möglichen Weg. Die Deep-Ocean-Analyse hat mir gezeigt, dass genau diese Stärke in meiner Arbeit auch zur Herausforderung werden kann.

Ich denke konkret, pragmatisch und stark lösungsorientiert. Zusammen mit meinem hohen Fleiss und meiner ausgeprägten Empathie entsteht daraus ein kraftvoller innerer Antrieb: Ich möchte helfen, etwas bewegen und dazu beitragen, dass es meinem Gegenüber gut geht.

Im Coaching habe ich jedoch erkannt, was passiert, wenn dieser Impuls zu viel Raum einnimmt: Während mein Coachee noch fühlt, sortiert und nach einer eigenen Antwort sucht, liegt für mich bereits eine mögliche Lösung auf der Hand. Dann werde ich innerlich schnell ungeduldig.

Nicht, weil mein Gegenüber zu langsam ist – sondern weil mein Wunsch zu helfen manchmal zu schnell wird.

«Das war eines meiner grössten Learnings.»

Heute gehe ich bewusst mit mehr Ruhe, Geduld und Vertrauen in ein Deep-Ocean-Auswertungsgespräch oder eine Hypnosesitzung. Ich höre länger zu, halte Pausen aus und gebe meinem Gegenüber den Raum, den eigenen Weg im eigenen Tempo zu entdecken.

Meine Aufgabe ist nicht, jemandem möglichst schnell eine Lösung in die Hand zu geben. Meine Aufgabe ist es, den Raum zu halten, in dem die eigene Lösung entstehen darf.

Meine schnelle, pragmatische Klarheit bleibt eine meiner grössten Stärken. Heute wird sie jedoch von etwas Entscheidendem begleitet: von Geduld, Ruhe und Vertrauen in den Prozess meines Gegenübers.